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Warenkunde Fleisch
Fleisch dient dem Menschen schon seit tausenden von Jahren als Nahrungsmittel,
und ist auch aus unserem heutigen Ernährungsplan nicht mehr wegzudenken. Doch wer die Teilstücke von Fleischwaren
besser kennt, kann viel besser einkaufen, spart Geld und
wird bei der Zubereitung von Speisen nicht enttäuscht.
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Rindfleisch
Rinder werden in
Deutschland seit dem 19. Jh gezielt für eine gute Fleisch und
Milchproduktion gezüchtet. In der Zucht legt man Wert darauf, dass die
Tiere einen
guten Fleischansatz zeigen. Die Qualität des Rindfleisches hängt vom
Alter, dem Gewicht und natürlich von der Aufzucht der Schlachttiere ab.
Genauso wichtig ist allerdings auch das Abhängen der Fleischstücke, denn
frisch geschlachtet, wird Rindfleisch beim Garen nicht zart sondern zäh.
Damit es mürbe und zart wird, muss es im Kühlhaus abhängen. Erst nach
dieser Reifezeit bekommt das Fleisch sein typisches Aroma und wird mürbe.
Rindfleisch ist der übergeordnete Begriff für Teilstücke von weiblichen
Jungtieren - den Färsen - sowie von Kühen, Bullen und Ochsen.
Als bestes Fleisch gilt Ochsenfleisch, gefolgt von Färse, Jungbulle und
Kuh.
Ochsen - nennt man männliche kastrierte Rinder, die nach intensiver
Mast im Alter von 20 bis 30 Monaten geschlachtet werden. Ihr aromatisches
Fleisch ist marmoriert, feinfaserig und zart.
Färsen - sind
junge weibliche Tiere, die noch nicht gekalbt haben. sie werden zwischen
20 und 30 Monaten geschlachtet. Ihr Fleisch ähnelt in der Beschaffenheit
und Qualität dem des Ochsen.
Jungbullen - sind männliche nicht kastrierte Rinder, die nach
intensiver Mast im Alter von 16 bis 22 Monaten geschlachtet werden. Ihr
Fleisch ist magerer als das von Färse und Ochse, dafür aber nicht so
feinfaserig.
Kuh - Fleisch stammt von weiblichen Tieren, die nicht älter als 5
Jahre sind. Wegen seiner eher dunklen Farbe und seines strengen Aromas ist
es jedoch weniger beliebt als andere Fleischsorten.
zu den Teilstücken vom Rind
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Kalbfleisch
Im Gegensatz zum herzhaften
Rindfleisch hat Kalbfleisch einen milderen Geschmack und eine feinere
Faserstruktur. Das Fleisch stammt überwiegend von männlichen Mastkälbern
die in der
Regel beim schlachten zwischen 4 und 6 Monate alt sind. Milchkalbfleisch
stammt von Tieren, die fast ausschließlich mit Milch gefüttert werden, das magere
feinfaserige Fleisch ist hellrosa und zart, und weist eine feuchtglänzende
Schittfläche auf. Fleisch von Kälbern, die bereits auf Futter umgestellt
wurden, weist eine dunklere Rosatönung auf.
Das Kalbfleisch ist so zart das es nur 2 - 3 Tage abhängen
muss.
Da Kalbfleisch wenig Kalorien, Bindegewebe und Fett enthält, ist es leicht
verdaulich und gut bekömmlich. Deshalb spielt es vor allem auch in der
Diätkost und in der Krankenernährung eine große Rolle
zu den Teilstücken vom Kalb
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Schweinefleisch
Etwa ab der Mitte unseres
Jahrhunderts wurden, durch die Verbraucherwünsche veranlasst, magere
Schweine gezüchtet. Sie haben 50% weniger Speck als ihre Vorfahren. Doch
mittlerweile ist jedoch bekannt dass das magere Fleisch nicht den
optimalen Genuss bietet.
Heute sind wieder Schweine gefragt, die etwas mehr Fett in der Muskulatur
aufweisen, also marmoriertes Fleisch liefern. Denn Fett bringt Geschmack
und sorgt bei der Zubereitung für saftiges Fleisch. Es stammt
ausschließlich von jungen Tieren, die im alter von6 bis 7 Monaten
geschlachtet werden. Spannferkel werden im alter von ca. 6 Wochen bei
einem Gewicht von 10 - 15 Kilo geschlachtet und sind im ganzen erhältlich.
Schweinefleisch zeichnet sich durch einen würzigen und pikanten Geschmack
aus. Es muss frisch sein, und sollte eine kräftige rosarote Farbe haben
und mit Fett marmoriert, d. h. von Fettadern durchzogen sein, denn nur so
schmeckt es am besten. Das Fleisch ist feinfaserig und zart und muss
deshalb nur zwei Tage aushängen.
zu den Teilstücken vom
Schwein
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Lammfleisch
Lammfleisch stammt von
sehr jungen Tieren, die nur bis zu einem Jahr alt sind, in der Regel aber bereits nach
3
bis 8 Monaten geschlachtet werden. Die Tiere werden vorwiegend in den
Monaten von Dezember bis Mai geschlachtet. Das Fett der jung
geschlachteten Lämmer hat einen niedrigen Schmelzpunkt ist sehr zart und
schmeckt nicht talgig, es hat einen feinen, mildwürzigen Geschmack. Das
Fleisch ist reich an Eiweiß und enthält wertvolle Vitamine und
Mineralstoffe.
Wir unterscheiden das Fleisch von Milchmastlämmern, die nicht älter als
sechs Monate sind, und noch nie zuvor auf der Weide waren und Fleisch von
Mastlämmern, die höchstens 12 Monate alt sind, und bereits mehrere Monate
auf saftigen Weiden gegrast haben.
Junges saftiges
Milchlammfleisch ist hellrot und besonderst zart und sehr fein im
Geschmack, bei Mastlämmern ist das Fleisch von kräftiger Farbe und
besonderst würzig. Lammfleisch muss etwa eine Woche abhängen, dann
schmeckt es am besten.
Hammelfleisch stammt von
älteren Zuchtschafen und von kastrierten männlichen Schafen. Die Tiere
sind mindestens ein Jahr alt. Je älter das Schaf ist, desto dunkler,
zäher, fetter und strenger im Geschmack ist das Fleisch.
Heidschnucken, eine
besondere Rasse aus der Lüneburger Heide, und Salzwiesenlämmer von den
Deichen an der Küste gelten als besondere Delikatessen.
zu den
Teilstücken vom Lamm
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Geflügelfleisch
Der Begriff "Geflügel" umfasst alle Haustiervögel, zu denen Huhn
(Hähnchen, Suppenhuhn, Poularde/Kapaun), Ente, Gans, Tuthahn (Pute/Puter/Pockerl),
Taube, Perlhuhn und Wachtel zählen. Der Konsum an Geflügel hat
sich in der letzten Zeit deutlich erhöht. Bis auf wenige Ausnahmen ist
Geflügelfleisch relativ mager, dafür aber reich an Eiweiß und sehr
vielseitig verwendbar. Es ist leicht
verdaulich und zudem noch ausgesprochen schmackhaft.
zu den
Geflügel - Arten
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Wildbret
Als "Wildbret" wird das Fleisch von allen wild lebenden Tieren bezeichnet
die dem Jagdrecht unterliegen. Sie werden in den Kategorien Haarwild und
in Federwild eingeteilt.
Beim Haarwild unterscheidet man noch grob zwischen dem hirschartigen Wild
(Cervidae), den horntragenden Wildtieren (Bovidae), dem Steinwild (Capra
Ibex), dem Schwarzwild (Sus) und den hasenartigen Wildtieren (Leporidae).
Nicht alles Wild, das heute unter diesem Namen angeboten wird, stammt auch
wirklich von wild lebenden Tieren, sondern auch großenteils von Zuchtwild.
Dessen Fleisch ist zwar zarter als das der wild lebenden Artgenossen,
dafür aber meist auch nicht so aromatisch, da die Tiere gefüttert werden.
Wild nimmt unter den
Fleischarten noch eine gewisse Sonderstellung ein, denn es wird nicht sehr oft
serviert. Zwar kann man es schon dank der Zucht, der Tiefkühltruhe und der
Konservierungstechnik bereits zu jeder Jahreszeit kaufen, doch legt man auf
frisches Wild Wert, dann ist man an die strenge Jagdzeit gebunden.
zu den
Teilstücken vom Wild |
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Sonstige |
Innereien
Innereien nennt man die
verwendbaren inneren Teile von Schlachttieren. Man unterscheidet zwischen
den Organinnereien, zu denen Leber, Herz, Zunge, Lungen, Milz und Nieren
zählen, und den übrigen Innereien wie Hirn, Euter, Knochen und
Markknochen, Hoden, Bries und Kutteln. Innereien werden regional zu
unterschiedlichen Spezialitäten zubereitet.
Seit BSE dürfen jedoch bestimmte Innereien von Rind, Kalb, Lamm und Ziege
nicht mehr in den Handel kommen um eine mögliche Infektion auszuschließen.
zu den Teilstücken
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