Home
Nach oben
Geografische Lage
Geschichte
Neue Nachrichten
Anzeigen
Neue Inhalte
HOG
Brauchtum
Bildergalerie
Forum
Gästebuch
Links
Kontakt
Sonstiges
Suchen
Disclaimer
Seiteninhalt

 

 

 

Trachtenkunde I.

 

Frauen- und Mädchentracht

 

Bild

Kleidung

Besonderheiten


Halseinsatz für Trachtenbluse um 1929,  gefertigt von Bach Magdalena


Ärmeleinsatz für Trachtenbluse um 1929, gefertigt von Bach Magdalena

Bluse/Hemd

 - auch Hemet, Himet, Himtche... genannt
 - feiertags und sonntags aus weißem Leinen- oder
   feinen Baumwollgewebe
 - mit kurzen, langen oder Bauschärmel (pruschichi
   Himetsärmel oder Puffärmel) welche oft mit
   Lochstickerei- Spitzen- oder Richelieuarbeiten
   versehen sind
 - Halsausschnitt meist viereckig, rechteckig, rund
   oder oval, vorne und hinten mit dem gleichen
   Muster wie die Ärmel bestickt
 - werktags auch farbig, weißgrundig mit farbigen
   Streublümchen oder Muster, auch mit
   kleinen Spitzen oder Häkelbordüren am
   Halsausschnitt oder Ärmel umrandet
 


Mädchen in Saderlacher Tracht

Leibchen

 - auch Leibche, Leibel, Lible... genannt
 - meist aus schwarzem oder dunklem Samt, Cloth,
   Seide, Rips, Batist, Chiffon...
 - mancherorts mit stilisierten bunten Blümchen,
   geometrischen Figürchen, sechs oder achteckigen
   Sternchen verziert
 - mit Säumchen, Spitzensaum oder Kontrastfarbigen
   Bändereinfassungen
 - Brustausschnitt rund, eckig oder bogenförmig
 - mit Knöpfen oder Hafteln geschlossen
 - oder mit Seidenband geschnürt
 

Fotos folgen!!

Halstuch

 - auch schwowisches Halstichel, Halstuch,
   Schultertichel, Anhaltstuch, Flitschehalstuch,
   Brusttuch... genannt
 - aus Seide, Stoff, Brokatseide, Kaschmir, Wolle
 - meist mit geknüpften Seidenfransen oder auch mit
   Spitzensaum
 - in verschiedenen Farben, einfarbig, bemalt oder
   bestickt
 - in Dreiecksform geschnitten mit zwei
   Zusatzstücken, Zippen, oder auch in einem
   ganzen Stück gearbeitet
 


Geknüpfte Fransen

Fransenwerk
Spitzensaum

 - an fast jedem Halstuch wurden Handarbeitsfransen
   oder Spitzen angebracht, je nach Ortschaft
   unterschiedlich
 - die Fransen waren meist passend zum Halstuch
   oder in einer Kontrastfarbe geknüpft
 

Fotos folgen!!

Schürze

 - auch Schorz, Scherz, Firtuch, Fertuch,
   Fertr... genannt
 - einfarbig schwarz, dunkelblau oder weiß,
 - aus Seide, Taft, Stoff, Cloth
 - mit oder ohne Spitzen umrandet, mit
   Spitzeneinsatz, glattem oder gezacktem Rand,
   bestickt oder Löchrig ausgenäht (geschlungen),
   mit Richelieuarbeit oder Locharbeit,
   Spitzenstoff u.v.m.
 - für den Alltag auch mit Blaudruck oder einfarbig
 - vorne oder hinten mit einem Schlopp, Schlupp
   gebunden
 

Fotos folgen!!

Anwärtsband
Bänder

 - ein bemaltes, besticktes oder buntes Schürzenlanges
   Seiden- oder Stoffband mit gebundener oder ohne
   Schleife welches über die Schürze gebunden wird
 - auch oft mit dem gleichen Blumenmuster wie das
   Halstuch gearbeitet
 - mancherorts mit Fransen oder Spitzensaum
 


Blaudruck


Blaudruck

 

Oberrock

 - auch Owerrock...genannt
 - Faltenreiche weitschwingende Röcke in Hohlfalten
   (Leefalten) gerafft oder gelegt
 - feiertags und sonntags aus Seide, Atlasseide, Batist,
   Brokatseide, Stoff, Leinen, Cloth
 - Verschiedene Farben und Musterungen (von hell bis
   dunkel)
 - auch bestickt oder breit geschlungen (zumeist bei
   Leinen-, Baumwoll- und Batiströcke)
 - manche Oberröcke sind mit einem oder mehreren
   schwarzen oder dunklen Samtbändern (etwa in
   Kniehöhe) verschönt

 - werktags aus einfachen Stoff, Leinen, Batist,
   Färwergedrucktes (Blaudruck), einfarbig in
   verschiedenen Farbtönen, farbig mit verschiedener
   Musterung wie Blümchen, Punkte, Strichelchen,
   Karos...

 - Seidenröcke sind wenig bis gar nicht gestärkt,
   gezeppelt oder einfach lose übergeworfen
 - Leinen und Baumwollröcke (als Oberrock
   mit Allover- oder breiter Lochstickerei und
   Bogenkante)
   sind: gestärkt und gezeppelt oder werden mit
   Rundstöcke in zahlreichen feinen Falten gelegt
 - Brokat- oder Seidenröcke werden auch in feinsten
   (Dampfgepressten) Falten gelegt

 - Faltenbreite ist Ortsspezifisch
 


Geschlungener Unterrocksaum um 1930,  gefertigt von Bach Magdalena


Geschlungener Unterrocksaum um 1930,  gefertigt von Kentler Katharina


Verschieden lange Unterröcke
- offene Form -


Unterrock,
 - Schlupfform -
 

Unterrock

 - auch Unnerrock, Unnerstock, Zackelrock...
   genannt
 - weite gezeppelte (faltige) und stark gestärkte Röcke
 - der Rock wurde Anfangs aus fünf und später aus
   vier gleichen Teilen genäht, daher auch Fünf-
   oder Vierblattrock genannt (ein Blatt ca. 60-100
   cm breit)
 - 3-6 Unterröcke pro Tracht sind keine Seltenheit
 - der Unterrock ist meist aus Leinen, Baumwolle,
   Rips, Chiffon...
 - oftmals reinweiß aber auch weißgrundig mit
   hellfarbigen Streublümchenmuster, Karos,
   Tupfen...
 - mit Zackelrand, Bogenrand, Spitzenrand,
   Häkelrand,
   handgeschlungem Rand (Lochstickerei) von schmal
   bis Kniehoch u.s.w.
 - teilweise auch mit einem oder mehreren Abnäher

 - alle Unterröcke sind fest gestärkt, gebügelt und
   gezeppelt d.h. in Falten gelegt

 - 1-ter Unterrock = Drillrock, kurz und enganliegend,
   meist nicht gestärkt und Faltenlos
 - 2-ter Unterrock = gestärkt und gezeppelt
 - 3-ter Unterrock = gestärkt und gezeppelt
 - 4-ter Unterrock = gestärkt und gezeppelt
 - 5-ter Unterrock = gestärkt und gezeppelt
 - 6-ter Rock         = der Oberrock/Seidenrock

 - der unterste Unterrock ist immer um ca. zwei - drei
   Handbreit kürzer als der obereste, so ergibt sich eine
   Glockenform und die Röcke haben den nötigen
   Stand und auch die nötige Fülle
 

Fotos folgen!!

Hansl

 - auch Roll oder Hänsel genannt
 - eine Stoffrolle mit Stopfwatte ausgestopft, früher
   mit Hanf oder Stroh
 - wird am hinteren Teil des Leibchens angenäht oder
   als Rolle über dem ersten Unterrock gebunden um
   so den Röcken mehr Fülle und einen besseren Halt
   zu verleihen
 

Guttenbrunner
Frauentracht
Joppe  - auch Kuttl, Röckl, Poiwl, Visitl, Schleppetschi,
   Joppchen, Mützla, Jupper, Moppi, Henker, Poim,
   Reckl genannt
 - aus Stoff, Samt oder Seide
 - in verschiedenen Farben oder einfarbig, Werktags in
   einfacher Ausführung und auch gemustert
 - Mit Scheßel (Schößchen) auch Joppenschwanz,
   Mickeplätscher, Fletschen oder Plätschen benannt
 - Mit Knöpfen, später mit Druckknöpfen geschossen
 - Sonntags- und Feiertags mit Krelle (Glasperlen),
   Spitzenschnur, Stofffalten, Volant oder Schampodl
   (Zacken) verziert, mit oder ohne Plastron in der
   Jjoppenmitte.

 

_ Schurak  - auch Bonschurl, Batschur, Stehm´an, Tuschan,
   Manschesterl...genannt
 - aus schwarzem oder dunklen Stoff, Samt oder Seide
 - enganliegend mit weiten Puffärmel und über das
   Gesäß reichende Lappen
 - oft reichlich verziert mit Glasperlen und
   Lederschnüren, mit oder ohne Pelzbesatz, mit oder
   ohne Pelz gefüttert
 - mit Silberknöpfen, Perlköpfe, Druckknöpfe,
   Häkchen... geschlossen
 

Fotos folgen!!

Strümpfe  - sonntags und feiertags meist weiße selbst gestrickte
   Kniestrümpfe
 - Werktags schwarze, graue, braune... Wollstrümpfe
 

Schuhwerk  - schwarze Samt oder Leder Schnallenschuhe mit
   Knopf oder Schnallenschließung
 - Schwarze Halbschuhe oder auch Stiefelchen
 - Werktags meist Schlappen (Pantoffel)
 


Brosche um 1925

Schmuck  - meist schwarzes Samthalsband/Kropfband mit
   einem schmucken Anhänger (Kreuzel, Herzel...)
 - Perlenkette, ein- oder mehrreihig
 - Goldkettchen mit Anhänger
 - Brosche am Halstuch
 


Mädchen beim Plausch

Haarfrisur  - die Haarfrisur war sehr Ortspezifisch;
   doch meist trugen die Mädchen und Frauen einen
   geflochtenen Zopf der mittels eines sogenannten
   "Schwäbischen Kamm" auf den Kopf festgesteckt
   wurde
 
Kamm  - der "Schwäbische Kamm" ist ein halbrunder Horn
   Steckkamm mit langen Zinken und einem
   hochgebogenen Schaft, der in das Haar auf den
   Vorderkopf gesteckt wird
 - der hochgebogene Schaft reicht von der einfachsten
   Form bis hin zur aufwendig geschnitzten oder
   bemalten Form
 - den Kamm konnte man in den verschiedensten
   Farbschattierungen finden, vielfach jedoch in
   schwarz und dunkelbraun
 


Junge Lieblinger Frauen in Sonntagstracht


Einfacher gehäkelter Handschuh


Eingehäkelte Perlenmuster in den Handschuhen (Faugel)


Banater Braut mit Strahlekranz
 


 

 

Sonstiges

 - Taschentuch, geschlungen, bestickt, mit Spitze...
 - Handschuhe, gehäkelt

 - dunkles Schultertuch/Samttuch; Überwurf für
   kühlere Tage in Dreiecksform ohne Zippen, mit
   oder ohne Handarbeitsfransen
 - Brautkrone, Brautkranz war sehr Ortspezifisch
   doch vielfach mit Wachsblumen

  
Weitere Besonderheiten in der Trachtenvielfalt

   Marienmädchen oder auch Muttergottesmädchen



Muttergottesmädchen
 


Bäuerin in Ausgeh´gwandt


Jungbäuerin in Werktags´gwand


 

Kopftuch  - auch Kopptichel, Tichel, Tuch genannt
 - werktags aus vielen Stoffarten und Farben mit
   zahlreichen Muster
 - bei der Arbeit auch im Nacken gebunden
   (ungarisch)
 - wurde meist von Frauen (nach der
   Hochzeit) getragen, Mädchen und Kinder gingen
   meist barhäuptig
 - Sonntags wurden meist dunkle und edle
   Seidenstoffe verwendet und das Tuch wurde
   Kunstvoll aufgebunden, das Aufbinden der
   Tücher war auch sehr Ortspezifisch
 - zur Feldarbeit trugen Bäuerin und Mädchen über
   einem leichten Sommertuch gerne einen großen
   Strohhut.
 


Das Wissen um die Kenntnis der "Banater Trachten" geht unaufhaltsam verloren, deshalb möchten wir Ihnen aufgrund einer Dokumentation, anhand von Fotos und Berichten, Kenntnisse über die Birdaer und Banater Trachten weitergeben.

Wir möchten Ihnen hier nach und nach die einzelnen "Birdaer Trachten" und auch Trachten von anderen Banater Ortschaften vorstellen und ein wenig beschreiben. Das sind z.B. die Alltagstracht, die Sonntagstracht, die Festtagstracht, die Hochzeitstracht, die Kirchweihtracht, die Trauertracht, die Kindertracht und auch besondere Trachten z.B. Taufe, Konfirmation....
Seite noch in Bearbeitung!!

Hinweis:
Um ihnen die einzelnen "Birdaer und auch Banater Trachten" besser darstellen zu können, benötigen wir Ihre Mithilfe. Wenn sie Puppen in Trachtenkleidung haben, Trachten Fotos oder Detail Aufnahmen von Trachten besitzen schreiben sie uns bitte oder senden sie die Fotos per Scann an webmaster@birda.de Auch Fotos mit alten Trachtenaufnahmen werden dringend gesucht. Wir sind für jeden Hinweis sehr dankbar. Bitte vergessen Sie nicht, bei Einsendungen, auf den Aufnahmen das jeweilige Jahr der Aufnahme und Anlass, sowie Ihre eigene Anschrift auf der Rückseite zu vermerken, um eine Ordnungsgemäße Rückführung zu gewährleisten. Geben sie bitte Ihre vollständige Anschrift, ev. mit Telefonnummer für Rückfragen, an. Vielen Dank für ihre Mithilfe
.

 


Home • Nach oben • Trachtenkunde - II.

Home • Geografische Lage • Geschichte • Neue Nachrichten • Anzeigen • Neue Inhalte • HOG • Brauchtum • Bildergalerie • Forum • Gästebuch • Links • Kontakt • Sonstiges • Suchen • Disclaimer • Seiteninhalt

Stand Januar 2010


erfolgreich flirten  

Webspace - Webhosting