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1. Dezember

 


Montag, Barbaratag

Tag der heiligen Barbara


Der 4. Dezember ist der Tag der heiligen Barbara,
 Schutzpatronin der Bergleute, Baumeister und Artilleristen.
 


Eine alte Legende erzählt folgendes über Sie:


Barbara war die Tochter eines reichen angesehenen heidnischen Römers in Nikomedien/ Türkei, namens Diskorus. Da Barbara von ausgezeichneter Schönheit war, befürchtete der Vater das sie zu verderblichem Fall werden konnte und ließ sie deshalb in einem zu diesem Zwecke und mit allen Bequemlichkeiten ausgerüsteten Turm sperren. Barbara nutzte die Einsamkeit zur Wissenschaft und wandte sich mit aller Inbrunst dem christlichen Glauben zu. Diskorus war darüber sehr erbost, und ließ seine Tochter Barbara deshalb Foltern, aber Barbara weigerte sich trotzt all der Qualen ihren neuen Glauben zu bekehren und wurde deshalb von ihrem eigenen Vater mit dem Schwert enthauptet.

In dem Turm, in dem sie gefangen war, fand sie ein verdorrtes Kirschzweiglein welches sie mit Wassertropfen ihres Trinkwassers getränkt habe. Tatsächlich hätten sich Knospen gebildet und sind nach ihrem Ableben am 24. Dezember aufgeblüht - ein Wunder war geschehen.
Der grausame Vater soll sofort nach der Hinrichtung durch einen Blitzschlag gestorben sein, so das die kurz nach ihrem Tode heilig gesprochene Barbara als Schutzpatronin gegen Blitz und Donner angerufen wurde.

Ein Turm mit drei Fenstern ist das Zeichen der Heiligen, der zu Ehren die Bergleute heute unter Tage ein Licht anzünden. Die drei Fenster symbolisieren dabei die heilige Dreifaltigkeit, der Turm stellt das Gefängnis dar, in dem die Märtyrerin festgehalten wurde. Vielfach taufte man auch Feuerglocken auf ihren Namen und bereits im Mittelalter war es Sitte, solche Barbaraglocken zu läuten, sobald ein Gewitter am Himmel stand. Auch die Artillerie ernannte sie zu ihrer Schutzheiligen, denn durch die Kanonen ahmten die Soldaten gleichsam Blitz und Donner nach.

Die heilige Barbara gehört zum Kreis der vierzehn Nothelfer. An ihrem Gedenktag schneidet man, so will es ein hübscher, alter Brauch, im Garten Zweige mit Blütenknospen ab. Das wären zum Beispiel Kirsch-, Forsythien-, Flieder- oder Birkenzweige. Am beliebtesten sind aber die Kirschzweige. Werden die Zweige zunächst zehn Stunden in handwarmes Wasser gelegt und später in die Vase mit Wasser gestellt, sollen sie zu Weihnachten blühen. Das bedeutet dann Glück für das kommende Jahr.

In manchen Orten ist es der Brauch das jedes Familienmitglied seinen eigenen Zweig bekommt, um daran sein ganz persönliches Glück abzulesen. Junge Mädchen achten schon beim schneiden genau darauf, das ihr Zweig besonderst viele Blütenknospen trägt. Denn je üppiger der Barbarazweig blüht, desto eher werden sie heiraten.

 

 

Am 4. Dezember


Geh in den Garten
am Barbaratag.
Geh zum kahlen
Kirschbaum und sag:

Kurz ist der Tag
grau ist die Zeit.
Der Winter beginnt,
der Frühling ist weit.

Doch in drei Wochen
da wird es geschehen:
Wir feiern ein Fest,
wie der Frühling so schön.

Baum, einen Zweig
gibst du mir von dir.
Ist er auch kahl,
ich neh´m ihn mit mir.

Und dann wird er blühen
in seliger Pracht
mitten in Winter
in der heiligen Nacht.
 

 

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