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Donnerstag
Winters Einzug
Nun
zieht mit seiner ganzen Macht
Herr Winter wieder ein.
Vergangen ist der Fluren Pracht,
Erbleicht der Sonnenschein.
Weh
uns! Schon naht der kalte Mann
mit seinem weißen Bart!
Wer Arm´ und Beine rühren kann,
Kommt, hemmet seine Fahrt! -
Schließt Tür´ und Tor und Fenster zu,
Und lasst ihn nicht herein,
Das er uns nichts zu Leide tu´!
Es friert ja Groß und Klein.
Gewaffnet ist die Kinderschar,
Die ihm entgegentritt.
Was hilf´s? Er kommt doch alle Jahr,
Bringt Eis und Schnee gleich mit.
Bringt
eine lange, lange Nacht
und einen kurzen Tag.
Des Schneegestöbers Flockenjagd
Und noch so manche Plag´.
Doch
kennt er viele Freuden auch,
Bringt neuer Märchen Traum,
Und hat - es ist ein alter Brauch,
Bei sich den Weihnachtsbaum.
Eisblumen malt ans Fenster er
In weißem Blütenkranz,
Die freuten uns doch immer sehr
Mit ihrem Zauberglanz.
Schneemänner gar und Blindemaus
Und Schattenspiel bei Licht:
Das bringt der Winter auch ins Haus;
Drum schmäh den Alten nicht!
Herein, herein denn, Wintermann!
Komm setzt dich zum Kamin!
Wärm deine kalten Hände dran
Und auf ein Märchen sinn! -
Erzähl
es dann - wir hören zu,
Wir haben sorgsam acht,
Und ist es aus, geh´n wir zur Ruh`
und wünschen gute Nacht.
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