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1. Dezember

 



Mittwoch


Dezember


Wenn über Wege, tief verschneit,
der Schlitten lustig rennt
im Spätjahr, in der Dämmerzeit,
die Wochen im Advent,
wenn aus dem Schnee das junge Reh
sich Kräuter sucht und Moose,
blüht unverdorrt im Frost noch fort,
die weiße Weihnachtsrose.

Kein Blümchen sonst auf weitem Flur:
In ihrem Dornenkleide
nur sie, die niedre´ Distel nur,
trotzt allem Winterleide.
Das macht, sie will erwarten still
bis sich die Sonne wendet,
doch sie weiß, das Schnee und Eis
auch diesmal wieder endet.

Doch ist´s gescheh´n,
nimmt fühlbar kaum
der Nächte dunkel ab,
dann sinkt mit einem Hoffnungstraum
auch sie zurück ins Grab.

Nun schläft sie gern;
sie hat von fern
des Frühlings Gruß vernommen,
und o wie bald wird Glanzumwallt
er sie bald wieder wecken kommen.


 

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