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Sonntag, zweiter Advent

Weihnachtssterne - Träume in Weiß und Rot
Der
Weihnachtsstern oder auch Poinsettie ist ein (giftiges) Wolfsmilchgewächs aus
den Tropen, das erst letztes Jahrhundert nach Europa eingeführt wurde. In seiner
Heimat ist der Weihnachtsstern - Euphrbia pulcherrima - ein ausdauernder, bis zu
1,5 m hoch wachsender Baum, der je nach Sorte prächtige rote, rosa oder weiße
Hochblätter (Brakteen) hervorbringt.
Nicht die Blüten sind es also, die wir an der Poinsettie so schätzen, sondern
die Brakteen. Die Blüten sind unscheinbar und stehen in der Mitte der
Hochblätter.
Weihnachtsterne können viele Jahre Freude schenken, wenn man sie richtig pflegt.
Und das ist gar nicht so schwierig. Meist kultiviert man sie ganzjährig im
Zimmer. Sie können auch von Ende Mai bis September an einem geschützten Ort im
freien übersommern. Sie lieben einen hellen Standort, sollten aber keiner
direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, die beste Temperatur liegt bei
18° bis 20°C.
Nachdem die Hochblätter ihre Pracht verloren haben, schneiden Sie die Triebe auf
etwa
15 cm zurück. Die Pflanzen brauchen nun eine Ruhezeit bis Ende Mai bei etwas
niedrigeren Temperaturen und wenig Bodenfeuchte. Danach müssen Sie reichlich
gießen und bis Oktober wöchentlich düngen.
Aber wie bringt man die Poinsettie dazu Neue Hochblätter einzufärben?
Weihnachtssterne sind Kurztagspflanzen, das heißt sie benötigen zur Einfärbung
der Brakteen und zur Blütenbildung eine ungefähr 8 wöchige Kurztagsbehandlung
mit einer Tageslänge von 10 Stunden. Das heißt 10 Stunden Tageslicht und 16
Stunden völlige Dunkelheit bei 20 -22°C. Mehr Licht verhindert die erneute
"Blütenpracht." Daher müssen die Pflanzen während dieser Zeit in einem Raum oder
einer Kiste aufbewahrt werden die man gegen Lichteinfall absolut abdichten muss.
Zwei bis 3 Wochen nach dieser Behandlung blühen sie.
Wenn sie eine Poinsettie ab Anfang Oktober so kultivieren, erstrahlt sie an
Weihnachten in neuer Pracht.

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